Vintage-Anhänger
Kameen stammen fast immer aus früheren Jahrzehnten.
Eine Kamee ist kein Stein, sondern eine Technik: Aus einem geschichteten Material wird der Hintergrund weggeschliffen, sodass das Motiv als erhabenes Relief stehen bleibt – helle Figur vor dunklem Grund. Verarbeitet werden vor allem Muschel und Lagenstein, daneben Koralle und Lava. In unserer Kollektion Edelstein-Anhänger finden Sie PreLoved Kamee-Anhänger in 585 und 750 Gold – jedes Stück ein geprüftes Unikat, ohne Kette geliefert.
Kamee-Anhänger bei PREMIUM Goldschmuck
Kameen stammen fast immer aus früheren Jahrzehnten.
Die zweite klassische Form für Kameen – als Ansteckschmuck.
Das Gegenstück zur Kamee: vertieft geschnitten als Intaglio.
Tipp: Halten Sie eine Muschelkamee gegen das Licht. Echte Schale ist an den dünn geschliffenen Stellen leicht durchscheinend und zeigt eine feine, unregelmäßige Struktur. Gegossener Kunststoff bleibt gleichmäßig undurchsichtig und fühlt sich sofort warm an.
Eine Kamee entsteht aus einem Material, das mehrere farbige Schichten hat. Der Schneider arbeitet die oberste, helle Schicht zum Motiv heraus und trägt ringsum alles ab, bis die dunklere Schicht darunter als Hintergrund sichtbar wird. Das Ergebnis ist ein erhabenes Relief mit natürlichem Farbkontrast – hell auf dunkel, ohne dass etwas gefärbt oder aufgemalt wurde. Traditionell zeigen Kameen Profilbildnisse, mythologische Szenen oder Blumen. Weil jedes Stück von Hand geschnitten wird und die Schichtdicke bei jedem Rohling anders verläuft, gleicht keine Kamee der anderen.
Das Motiv steht erhaben hervor, der Hintergrund ist abgetragen.
Umgekehrt: Das Motiv ist in die Oberfläche eingetieft.
Mit dem Finger fühlbar – erhaben oder vertieft, das ist der ganze Unterschied.
Beide Techniken sind Jahrtausende alt und wurden mit denselben Werkzeugen ausgeführt. Das Intaglio war ursprünglich praktisch gedacht: Ein vertieft geschnittenes Motiv lässt sich als Siegel in Wachs drücken, wobei das Bild dann erhaben erscheint. Die Kamee dagegen war von Anfang an reiner Schmuck. In der Schmuckverarbeitung des 19. Jahrhunderts überwiegt die Kamee deutlich; Intaglios findet man häufiger in Siegelringen, etwa mit Lagenstein.
Womit eine Kamee gearbeitet ist, geben wir beim Produkt an. Hintergründe zu den Steinarten finden Sie unter Gold & Edelsteine.
Seit dem 20. Jahrhundert gibt es gegossene Nachbildungen aus Kunststoff oder Glas. Sie sind auf den ersten Blick ähnlich, verraten sich aber schnell:
Wir prüfen jedes Stück vor dem Verkauf und geben an, um welches Material es sich handelt. Mehr dazu unter Qualität & Prüfung.
Eine Muschelkamee besteht aus Kalk und ist mit einer Härte um 3 bis 4 etwa so weich wie Koralle – fast jeder Stein zerkratzt sie. Dazu kommt, dass Schale organisch gewachsen ist und einen geringen Feuchtigkeitsanteil hat: In sehr trockener Luft oder bei starker Hitze kann sie mit den Jahren spröde werden und feine Risse bekommen. Deshalb gilt:
Kameen aus Lagenstein sind mit Härte 7 wesentlich unempfindlicher; hier genügen lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch. Mehr in der Schmuckpflege.
Geschnittene Steine gehören zu den ältesten Schmuckformen überhaupt; in der Antike waren sie hoch angesehen. In der Renaissance lebte die Technik wieder auf, und im 19. Jahrhundert erlebte sie ihre größte Verbreitung: Wer auf Italienreise ging, brachte eine Kamee mit, und in Torre del Greco bei Neapel entstand ein eigenes Handwerkszentrum, das bis heute besteht. Aus dieser Zeit stammen die meisten Stücke, die man heute findet. Weil das Schneiden von Hand sehr zeitaufwendig ist, wird es kaum noch neu ausgeübt – wer eine echte Kamee möchte, findet sie fast nur auf dem Gebrauchtmarkt.
Kameen werden fast immer in Gelbgold gefasst, häufig mit einem verzierten Rahmen, der das Relief einfasst und zugleich schützt. Wir führen 585 (14 Karat) und 750 (18 Karat). Weil eine Kamee meist großflächig ist, braucht sie eine Kette, die das Gewicht trägt und flach anliegt – die Auswahl finden Sie bei den Goldketten, feinere Modelle unter Kettchen. Unsere Anhänger werden ohne Kette geliefert. Mehr im Ratgeber zu Goldarten & Karat.
Ein pauschales „Echtheitszertifikat“ für Goldschmuck gibt es nicht. Echtes Gold trägt stattdessen ein eingeschlagenes Prüfzeichen – den Feingehaltsstempel 585 oder 750, bei einem Anhänger meist auf der Rückseite des Rahmens oder an der Öse. Bei alten Kameen ist der Stempel manchmal schwach ausgeprägt, deshalb prüfen wir zusätzlich fachmännisch nach. Woran Sie echtes Gold auch selbst erkennen, lesen Sie unter Echtes Gold erkennen.
Jeder Kamee-Anhänger ist ein bereits getragenes Unikat. Bevor er in die Kollektion kommt, wird er fachmännisch geprüft, schonend gereinigt und bei Bedarf aufgearbeitet – wobei wir bei der Kamee selbst bewusst zurückhaltend vorgehen, weil das Material weich ist und eine kräftige Politur Details verlieren lässt. Wir sehen uns die Fassung an, die Öse und den Rand des Reliefs, wo Abplatzungen am ehesten auftreten. Fragen zu einem bestimmten Stück beantwortet gern unser Kundenservice.
Keine Steinart, sondern eine Technik: Aus einem geschichteten Material wird der Hintergrund weggeschliffen, sodass das Motiv als erhabenes Relief stehen bleibt – hell vor dunkel.
Bei der Kamee steht das Motiv erhaben hervor, beim Intaglio ist es in die Oberfläche eingetieft. Intaglios dienten ursprünglich als Siegel und finden sich häufiger in Siegelringen.
Meist aus Muschel oder aus Lagenstein wie Achat, Onyx und Sardonyx. Daneben kommen Koralle und Lava vor. Was verarbeitet ist, geben wir beim Produkt an.
Echte Muschel ist im Gegenlicht an dünnen Stellen leicht durchscheinend, fühlt sich kühl an und zeigt unter der Lupe feine Werkzeugspuren. Gegossener Kunststoff bleibt undurchsichtig und ist sofort hautwarm.
Nur trocken oder sehr sanft reinigen, kein Ultraschall und keine Chemikalien. Nicht neben einer Heizung aufbewahren – sehr trockene Luft kann die Schale spröde machen.
Es handelt sich um PreLoved, also bereits getragene Anhänger – jeweils ein Unikat. Weil Kameen kaum noch von Hand geschnitten werden, stammen fast alle Stücke aus früheren Jahrzehnten.